PRESSETEXT – Abhilfe bei lästigem Dauerschleim im Hals

Abhilfe bei lästigem Dauerschleim im Hals

Edit Siegfried-Szabo informiert: Reden ohne Druck durch Supraleitung-Methode

 

Basel (pts004/29.01.2020/07:00) – Oft haben wir das Gefühl, wir müssen uns räuspern oder etwas Störendes steckt im Hals. Ein zähflüssiger Schleim behindert uns beim Reden und bei der Atmung. Viele Menschen fühlen sich hilflos, wenn trotz Husten oder schleimlösender Mittel die Stimme belegt bleibt.

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

– Der Dauerschleim kann sich manchmal nach einer unvollständig ausgeheilten Erkältung nicht verflüssigen und es entsteht eine Verklebung.

– Eine andere mögliche Ursache ist die Verengung der Tiefenmuskulatur des Halses. Diese Muskelverspannung kann zu vermehrter Schleimproduktion als eine Art Schutzreaktion führen.

Bei stundenlanger Computerarbeit verkürzen sich häufig die Nackenmuskulatur, die tiefliegenden Muskelgruppen, sowie die der Aufhängemuskulatur der Kehle. Dadurch kann das Zungenbein nicht mehr seiner Natur entsprechend schweben (siehe Bild anbei).

Demzufolge rutscht die Atmung und die Stimme hoch, ein ständiger Druck entsteht auf der Stimmbandmuskulatur. Diese Muskelbelastung lässt die Schleimhäute – möglicherweise schleichend nach Monaten/Jahren – immer mehr verkleben. In der Folge beginnt man mit mehr Muskeldruck zu reden, anstatt beim Sprechen die Ränder der Stimmbänder, wo der lästige Schleim sitzt, zu benützen.

Wenn man die Luft bewusst an die Schleimhäute der Stimmbänder lenkt, schliessen die Stimmbänder besser. Es entsteht Unterdruck im Körper und die Atmung fliesst automatisch durch alle Zellen.

Darum empfehle ich, wenn Sie reden, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf dem Schleim, anstatt auszuweichen. Sprechen Sie mit dem Schleim, weil Sie von diesem Schleim aus Ihre Stimme wieder zum Vollklang bringen können. Ihre Stimme wird danach bestimmt druckloser, ein wenig tiefer und entspannter tönen. Versuchen Sie während dem Reden die Luft bewusst an den festsitzenden Schleim zu lenken. Durch die Vibration und vermehrte Sauerstoffzufuhr kann der zähe Schleim leichter verflüssigt werden.

In der Supraleitung Methode lernen wir wie die Atmung und die Stimme ohne Wiederstand fliessen kann. Ein korrekter Stimmbandschluss wirkt für den gesamten Körper atemregulierend. Die Belebung und Belüftung der Schleimhäute spielen dabei eine wichtige Rolle.

Übung:

1. Sprechen Sie ein stimmhaftes “sssss” (wie eine Biene) mit dem kleinstmöglichen Druck. Suchen Sie dabei mit dem geringsten Kraftaufwendung die Stellen, wo der Widerstand oder Schleim spürbar ist.

2. Atmen Sie nachher genau mit diesen “blockierten Stellen”, dort wo der Schleim spürbar war und lösen Sie dadurch die mögliche Verkrampfung an den Muskeln der Stimmbänder.

3. Stellen Sie sich vor, dass an der Stelle wo der Schleim sitzt, ein Lift nach unten bis zum Damm fährt: So erreichen Sie automatisch die Tiefatmung.

4. Benützen Sie diese Liftvorstellung als Stütze für ihre Atmung und für Ihre Stimme. Lenken Sie wieder Ihre Aufmerksamkeit auf den Schleim und reden Sie so, dass die Schleimhäute beim Reden möglichst mitschwingen. Sprechen Sie im folgenden Übungssatz mit den Buchstaben K drucklos und bringen Sie dabei die Luft an die verschleimten Stellen: “Kleine Kinder kreieren kreative Kunstwerke.”

Der Schleim verflüssigt sich leichter, wenn die Luft an die verklebten Stellen gelenkt wird. Diese Übung bedarf der Konzentration und Ausdauer. Neben dem befreienden Gefühl im Hals stellt sich mit der Zeit auch ein besserer Kontakt zur eigenen Person ein: Wir fühlen uns mit uns selber verbunden und frei.

Edit Siegfried-Szabo hat bereits etwa 140 Lehrvideos über Atmung, Globussyndrom und Bewusstes Singen veröffentlicht.